SELECTRIC Columbus

Das Navigationsgerät für Einsatzfahrzeuge der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wird an den TETRA BOS Funk über das im Fahrzeug vorhandene Sepura MRT angebunden. So werden die Fahraufträge verschlüsselt von der Leitstelle zu den Fahrzeugen per SDS übertragen. Durch den Empfang der SDS mit den Adresskoordinaten erfolgt unmittelbar die Berechnung der optimalen Route. Neben den Einsatzkoordinaten kann die Leitstelle auch Informationen zum Einsatz übermitteln, welche dann im Display des Navigationsgerätes angezeigt werden.

Mit Fahrantritt startet die Wegführung sowohl optisch über den 7“ Touchscreen wie auch akustisch über den im Touchscreengehäuse integrierte Lautsprecher. Bei Bedarf kann der integrierte Lautsprecher durch einen optionalen Verstärker und externen Lautsprecher ersetzt werden.

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So funktioniert es

Der hochauflösende 7"-Touchscreen zeigt neben der Karte den aktuellen Status des Fahrzeugs an. Mit dem Beginn der Fahrt startet die optische und akustische Wegführung für den Fahrer. Weitere Funktionen, wie das Ändern des aktuellen Status oder das Schreiben, Senden und Empfangen von SDS-Nachrichten werden über den Touchscreen zur Verfügung gestellt.

Während der Funkkommunikation ist die Opta (Operativ taktische Adresse) des Funkteilnehmers eingeblendet. Mit dem Einlegen des Rückwärtsgangs wird auf dem Touchscreen das Bild einer optionalen Rückfahrkamera eingeblendet. Insgesamt entlastet Columbus die Einsatzkräfte bei der Navigation und sorgt mit den vielen weiteren Funktionen für eine stressfreiere Anfahrt zum Einsatzort.

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Das Navigationsgerät besteht aus einem kompakten Gehäuse und einer Halterung mit verstellbarem Neigungs- und Drehwinkel. Der Anschluss erfolgt über drei Zuleitungen, welche jeweils mit einem kompakten Verbindungsstecker ausgestattet sind. Somit ist ein servicefreundlicher schneller Ein- und Ausbau gewährleistet. Die Spannungsversorgung ist sowohl mit 12V DC wie auch mit 24V DC möglich. Der Anschluss an das TETRA MRT erfolgt direkt an das Funkgeräte-Interface.

Optional ist eine Rückfahrkamera direkt an das Navigationsgerät über einen Video-Eingang anschließbar. Es ist bewusst auf eine Umsetzung auf USB oder ähnliches aufgrund der Laufzeiten verzichtet worden. Der Videoeingang ist als BNC Stecker ausgeführt. Mit dem Einlegen des Rückwärtsganges wird automatisch, ohne manuelles eingreifen, das Videobild der optionalen Rückfahrkamera auf dem Monitor angezeigt.

Das Navigationsgerät ist so an das Sepura TETRA Funk- und Bediengerät angeschlossen, dass ein Ausfall oder eine Fehlbedienung des Navigationsgerätes in keinem Fall den Funkverkehr beeinträchtigt oder behindert.

Es stehen mehr als 50 frei konfigurierbare Touch-Buttons für Meldungen zur Verfügung. Bei den Meldungen kann es sich sowohl um Statusmeldungen als auch SDS Meldungen handeln, welche an ein im Navigationsgerät vordefiniertes Ziel gesendet werden.

Das Navigationsgerät verfügt über ein Postfach, in dem die letzten 50 empfangenen beziehungsweise gesendeten Nachrichten angezeigt werden. Bei Nachrichten im Posteingang mit Einsatzkoordinaten lässt sich die Navigation zum Ziel durch längeres drücken auf die Nachricht starten, beziehungsweise erneut starten.


General Magic und OpenStreetMap

Die Navigationssoftware Magic Earth nutzt Kartenmaterial von ©OpenStreetMap, mit dem die Karte jederzeit über einen zum Beispiel Online Editor angepasst werden kann. Hervorragend ist die Detailtiefe von ©OpenStreetMaps durch die Anzeige zum Beispiel von Hausnummern, Gebäudeumrissen, Fußwegen Zufahrtstoren und Parkplätzen. Eine Navigation auf einem Werksgelände ist somit ebenfalls möglich. Zusätzlich können Point of Interest (POI‘s) wie z.B. Hydrantenpläne über KML-Dateien importiert werden.

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Zusätzlich zur Navigation werden, soweit vorhanden, der aktuelle Status des Fahrzeugs, eingehende Flash SDS und die OPTA des aktuellen Funkteilnehmers auf dem Bildschirm in allen Oberflächen sichtbar dargestellt. Insbesondere auch in der Kartenoberfläche während der Navigation. Freie SDS Nachrichten können per On- Screen Tastatur erstellt und an einem individuellen Funkteilnehmer oder die Leitstelle gesendet werden.

Neben Status- und SDS-Meldungen können über das System auch Gruppenumschaltungen an dem angeschlossenen Sepura Funkgerät konfiguriert werden. Somit kann der Anwender bei einem Wechsel des Leitstellenbereiches schnell auf die jeweilige Funkrufgruppe umschalten.

Statuszielumschaltung

Ein Rettungsdienst fährt einen Einsatz und befindet sich während der Einsatzabwicklung zunächst in seiner Heimatgruppe. Benötigt der Fahrer nun zum Beispiel einen Sprechwunsch zur Leitstelle, wird dies über den Status 5 der Heimatleitstelle mitgeteilt. Sobald der Disponent dem Fahrer die Sprecherlaubnis via SDS sendet, kann dieser mit der Leitstelle kommunizieren.

Wurde zum Beispiel ein Patient aufgenommen, der in ein Krankenhaus im Nachbarkreis eingeliefert werden muss, meldet sich die RTW Besatzung bei der zuständigen Leitstelle an. Bei Einfahrt in den Nachbarkreis schaltet die Besatzung auf die Anrufgruppe des Nachbarkreises um. In der Regel erfolgt dies über einen Sprechwunsch an die Leitstelle.

Und hier liegt nun das Problem: Sendet der Fahrer erneut den Status 5, wird dieser an die Heimatleitstelle und nicht an die aktuell zuständige Leitstelle übertragen.

Die Lösung

Im Columbus werden durch das Umschalten der Rufgruppe auch automatisch die Zieladressen für die Statusmeldungen, selbstgeschriebene SDS Nachrichten, die IVENA oder Mannstärkemeldung umgeschaltet.

Dadurch kann nun die zuständige Leitstelle den Sprechwunsch der Besatzung empfangen und verarbeiten. Bei der Umschaltung der Rufgruppe ist es dabei unabhängig davon, ob die Rufgruppe direkt am Funkgerät oder über das Columbus System erfolgt.

Sprachfunktion

Einsatzkräfte müssen häufig über aktuelle Ereignisse informiert werden. Dieses kann natürlich via SDS oder Flash SDS erfolgen. Da jedoch die Einsatzkräfte häufig mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind, lenkt jede Nachricht, die gelesen werden muss, auch den Blick von der Straße ab.

Die Lösung

Die Leitstelle schickt nach wie vor Ihre Informationen via SDS an die Besatzung. Diese SDS werden im Posteingang des Funkgeräts sowie des Columbus abgelegt.

Das Columbus kann die Nachricht nun vorlesen. Damit ist der Fahrer nicht von der Straße abgelenkt und kann sich auf das Fahren mit hoher Geschwindigkeit konzentrieren.

Permanente Anzeige der Zieladresse

Die Besatzung eines Rettungsfahrzeugs bekommt einen Einsatz aus der Leitstelle mit GPS Koordinaten geschickt und nimmt den Einsatz an. Das Columbus berechnet die Route und los geht es.

Einsätze sind auch immer Stresssituationen, bei denen dann oft die Informationen der Adresse und Hausnummer des Einsatzes untergehen. Dann muss beim Eintreffen im Posteingang der Geräte noch einmal nachgelesen werden.

Mit dem Columbus haben Sie nun die Möglichkeit, die Adresse (Straße, Hausnummer) für die Dauer des Einsatzes im Display einzublenden. So kann die Zieladresse immer schnell nachgelesen werden.

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Diese beiden Informationen müssen in der Leitstelle zusammengeführt werden. Außerdem muss entschieden werden, welches Krankenhaus den Patienten am besten aufnehmen kann. Zur einfachen Übermittlung der Situation des Notrufenden steht von IVENA ein 6-stelliger Code zur Verfügung. Dieser gibt eine einfache Übersicht über die Art der Verletzung oder akuter Krankheit, das Alter des Patienten und wie kritisch die Lage vom Rettungsdienst eingeschätzt wird. Der Code wird mit der voraussichtlichen Eintreffzeit und optionalen Zusatzinformationen an die Leitstelle aus dem Columbus per SDS Übermittelt. Die Leitstelle prüft anhand des Unfallortes und der vom Krankenhaus gemeldeten freien Kapazitäten, welches nächstgelegene Krankenhaus am geeignetsten für die Aufnahme des Patienten ist. Dem Krankenhaus werden die Daten übermittelt, so dass die Aufnahme und Akutversorgung des Patienten vorbereitet werden können. 

Der Rettungsdienst erhält die Adresse des ausgewählten Krankenhauses von der Leitstelle. Somit ist eine optimale Versorgung des Patienten gewährleistet, da das Krankenhaus für die Aufnahme des Patienten vorbereitet und eine übergangslose Weiterbehandlung ermöglicht ist.

IVENA

Einige Bundesländer arbeiten im Rettungsdienst mit dem IVENA System. Dieses stellt eine Vernetzung der Krankenhäuser dar, so dass Patienten je nach Verletzungsart in ein explizites Krankenhaus verbracht werden können. In der Regel führt die Besatzung die Anmeldung über IVNEA nicht direkt im IVENA System aus, sondern die Leitstelle übernimmt diese Aufgabe.

Neben einem 6-stelligen Zifferncode, der die Verletzungsart, dem Alter des Patienten und die Priorität sind weitere Angaben erforderlich: Ist der Patient infektiös? Ist die Patientin schwanger? Begleitet der Notarzt? usw.

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Da es müßig ist, alles via Funk zu übertragen, bietet das Columbus System die Möglichkeit, alle erforderlichen Eingaben über einen klar gegliederten Bildschirm zu machen. Die Eingaben werden dann als SDS an die Leitstelle übertragen.

Selbst der Verletzungscode aus dem IVENA System kann im Columbus herausgesucht werden, sofern man diesen nicht weiß oder es sich um eine seltenere Verletzungsart handelt. 

Stärkemeldung

Bei einem Einsatz meldet die Feuerwehr in der Regel mit wie viel Personen ein Fahrzeug besetzt ist, damit die Leitstelle im Bedarfsfall Kräfte nachalarmieren kann.

Bisher wird dies der Leitstelle über Sprechfunk mitgeteilt.

Das SELECTRIC Columbus bietet in einem konfigurierbaren Bildschirm die Möglichkeit, die Stärkemeldung an die Leitstelle via SDS schnell und unkompliziert vorzunehmen.

Freischaltung und Steuerung von Objekten

Torsteuerungen und versenkbare Poller halten immer mehr Einzug in die Städte und an den Wachen. Meistens ist für das Öffnen und Schließen ein separater Geber mitzuführen.

Viele Steuerungen sind mittlerweile an elektronische Haussteuerungen angebunden, so dass auch eine Steuerung via Statusmeldung an ein TETRA Gerät möglich wäre.

Das Columbus bietet die Möglichkeit, Knöpfe zu konfigurieren, welche erst bei der Annäherung an eine eingegebene Koordinate freigeschaltet werden. Die Koordinaten können für jeden Knopf separat konfiguriert werden. Durch die Sperrung wird eine Fehlbedienung und damit auch ein versehentliches Öffnen zum Beispiel eines Tores vermieden.

Straßensperren

Die Leitstellen bekommen in der Regel fast täglich geplante Straßensperrungen der Ämter gemeldet. Um Verzögerungen zu vermeiden, sollen Straßensperren im Einsatzfall möglichst vermieden werden.

Beim SELECTRIC Columbus ist es möglich, direkt aus der Leitstelle Straßensperren mit Datum und Uhrzeit für Beginn und Ende sowie entsprechender Koordinate an das Gerät zu versenden. Im Columbus System wird die Straßensperre sichtbar und aktiv im Routing zum jeweiligen Zeitraum vermieden. Das Navigationsgerät hat somit immer die aktuellen Straßensperren zur Verfügung und benötigt keine zusätzlichen Daten. Für die Übertragung der Daten wird das Medium TETRA genutzt.

Umschalten des Betriebsmodus

In seltenen Fällen muss die Besatzung eines Fahrzeugs die Betriebsart des Funkgerätes von TMO auf DMO oder Repeater/Gateway umschalten. Dies ist zum Beispiel bei einem Einsatz in Gebäuden ohne TMO Versorgung oder U-Bahnanlagen erforderlich, wenn die Kommunikation mit der Leitstelle aufrechterhalten werden muss.

Üblicherweise wird der Betriebsmodus über das Funkgerätemenü umgeschaltet. Dieses aber nicht immer jedem Nutzer vertraut. Das Columbus bietet die Möglichkeit die Umschaltung der Betriebsart über eindeutig bezeichnete Tasten vorzunehmen. So kann ein schnelles und sicheres Umschalten der Betriebsart am Funkgerät über das SELECTRIC Columbus erfolgen.

Neue Features

Preiswerter trotz neuer Features

Das SELECTRIC Columbus erhält mit Einsatz der neuen Software eine Vielzahl von zusätzlich möglichen Features. Der ohnehin seit dem 01.04.2019 reduzierte Preis bietet durch Einführung eines Lizenzkonzepts eine weitere Ersparnis für unsere Kunden.

Der Vorteil ist ein attraktiver Preis für das Columbus mit den Grundfunktionen wie Statusbutton, Makrobutton, Gruppenumschaltung, Rückfahrkameraeingang, Nachrichteneingang, Nachrichtenausgang und Navigation.

Die neue Software ist kompatibel zu allen sich bereits im Einsatz befindenden SELECTRIC Columbus Navigationsgeräten. Die bereits ausgelieferten Navigationsgeräte erhalten kostenlos sämtliche zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Lizenzen (außer der Lizenz Zweite Kamera).

Die Lizenz-Features

  • Lizenz IVENA (im Bereich von Rettungsdiensten zur Übermittlung an die Leitstelle)
  • Lizenz Stärkemeldung (im Bereich der Feuerwehr zur Meldung der Fahrzeugbesetzung an die Leitstelle)
  • Lizenz Straßensperren (Empfangen von Straßensperren via SDS unter Einbeziehung in die Routenberechnung)
  • Lizenz Zieladresse (permanente Anzeige der Zieladresse in der unteren Leiste des Bildschirms)
  • Lizenz Erweiterte Funkgerätesteuerung (Umschaltung der Funktionen Gateway, Repeater, DMO, TMO)
  • Lizenz Georeferenzierte Button (Freischaltung von Tasten zur Steuerung von Kontakten z. B. für Tore in Abhängigkeit der Position/Standort)
  • Lizenz Zweite Kamera (Einbinden eines zweiten Kamerabildes z. B. Abrollcontainer oder Patientenraum)

Individuell können bedarfsorientiert Lizenzen gewählt und entsprechenden Geräten zugeordnet werden. Trotz der Vielzahl an nutzbaren Features geht die Übersichtlichkeit und Bedienfreundlichkeit nicht verloren; ganz im Gegenteil führt es zu einer einfachen und sicheren Bedienung für die Einsatzkräfte.

Weitere Einzelheiten für die meisten Funktionen finden Sie als kurzes Video oben auf dieser Seite oder in unserem YouTube Channel.

Infografik SELECTRIC Columbus Navigationsgerät

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