Soziales
Unsere Hilfe für Afrika

Dem Unternehmen SELECTRIC war es schon immer wichtig, über den Tellerrand zu schauen und sich sozial zu engagieren. Wir beteiligen uns an vielen Projekten humanitärer Hilfeleistung und unterstützen zum Beispiel auch mehrere Schulen im Senegal.

Im Jahr 2002 entstand die Idee, eine Krankenstation im Dorf Pambal bei Thiès östlich von Dakar, der Hauptstadt des Senegals, zu errichten. Nach dem Bau der Krankenstation sollte diese den örtlichen Organisationen übergeben, in den Folgejahren aber weiter unterstützt und gefördert werden.

Die Krankenstation
Der Start

Der finanzielle Grundstock konnte auf unserem 25-jährigen Firmenjubiläum im Oktober 2002 gelegt werden. Wir konnten die stolze Summe von 100.000 Euro Spenden sammeln. Das Projekt sollte dann auch zügig umgesetzt werden. Nachdem die behördliche Genehmigung erteilt wurde, konnte mit der Grundsteinlegung im Mai 2003 mit dem Bau der Krankenstation in Pambal begonnen werden. Ein senegalesisches Bauunternehmen übernahm die Rohbauarbeiten und wurde dabei von den freiwilligen Helfern des Vereins "O.N.G. - Hilfe für Senegal e. V." tatkräftig unterstützt.

Ein Jahr Bauzeit

Nach einjähriger Bauzeit, während der viele bürokratische Hürden überwunden werden mussten, konnte die Krankenstation im April 2004 fertiggestellt werden. Im Rahmen der folkloristischen Einweihungsfeier übergaben Henriette Heußner - die Namensgeberin der Station - und Franz Josef Frye vom Verein "O.N.G. - Hilfe für Senegal" die Gebäude und Einrichtungen ihrer Bestimmung. In Anwesenheit von Vertretern der deutschen Botschaft, der Regionalverwaltung, des sengalesischen Gesundheitsministers sowie der 23 mitgereisten Mitglieder des Vereins "O.N.G. - Hilfe für Senegal" bedankte sich die in großer Zahl teilnehmende Bevölkerung bei den Gästen aus Deutschland mit landestypischen Tänzen, Liedern und Geschenken.

Poste Sante Henriette Heussner
Die ersten Jahre

Gleich neben der Station wurde für den ersten Pfleger ein Haus errichtet, in dem er mit seiner Familie wohnt. Neben mehreren Krankenschwestern wurden eine Apothekerin, die bis heute für die Station tätig ist, sowie eine Hebamme engagiert. Die Frauen der gesamten Region Thiès müssen ihre Kinder nun nicht mehr auf dem Lehmboden in ihrer Hütte zur Welt bringen, sondern können in die Krankenstation "Poste Santé Henriette Heußner" kommen, wo sie fachkundig beraten und ärztlich betreut werden.

Beste Krankenstation im Distrikt Thiès

Jedes Jahr kommen viele Helfer aus Deutschland in ihrer Freizeit nach Pambal, um die Spendengelder eins zu eins für die Erhaltung und den Betrieb der Krankenstation einzusetzen. Die Krankenstation wird stetig erweitert und modernisiert. Die Bevölkerung von Pambal ist stolz auf ihre Krankenstation, die neben den rund 10 hauptberuflichen Mitarbeitern von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird.

Seit 2007 wurde der Krankenstation jedes Jahr die Auszeichnung "Beste Krankenstation im Distrikt Thiès" verliehen. Auf diese Auszeichnung sind sowohl das Krankenhauspersonal als auch die Bevölkerung von Pambal besonders stolz.

Das Jubiläum
10 Jahre Krankenstation in Pambal

2014 - 10 Jahre nach der Errichtung erstrahlt die Krankenstation in neuem Glanz. Die Außenfassade und die Innenräume wurden komplett renoviert. Seit 2013 verfügt die Krankenstation über ein Fahrzeug, das von einer regionalen Firma gespendet wurde.

Für die Jubiläumsfeier wurde ein großes Zelt aufgebaut. Alle Mütter, die in den vergangenen 10 Jahren in der Krankenstation ein Baby zur Welt gebracht haben, haben es sich nicht nehmen lassen, zur Feier zu kommen. Am Ende reichte der Platz im Zelt nicht aus, denn es wurden rund 500 Besuchter gezählt.

Viele helfende Hände

Die Freiwilligen Helfer aus Deutschland, die Henriette Heußner zum Jubiläum begleitet haben, sind aber nicht nur zum Feiern nach Pambal gekommen. Denn neben der Krankenstation werden auch weiterhin Schulen und ein Kinderheim unterstützt, die mit Spenden versorgt werden sollen. Und so wurde am Tag nach dem Fest gleich wieder kräftig angepackt, Reis wurde eingekauft und zusammen mit den mitgebrachten Sachspenden aus Deutschland verteilt.

Senegal
Friedliches Miteinander

Der Senegal ist ein muslimisches Land. Der Anteil der Christen liegt bei fünf Prozent. Bis heute leben die Religionen friedlich miteinander. Die Amtssprache ist Französisch, aber im Alltag wird eine Vielzahl von Sprachen gesprochen, die zwar eng miteinander verwandt sind, untereinander jedoch nicht verstanden werden. Auch wenn das Land über GSM-Antennen und Stromleitungen verfügt und einmal am Tag auch der Zug in Pambal fährt, kann man nicht darüber hinwegsehen, dass der Senegal ein Entwicklungsland ist.

Es wird also auch in Zukunft viel Arbeit für die freiwilligen Helfer aus Deutschland geben. Der Betrieb der Krankenstation muss gesichert werden und bestehende aber auch neue Projekte sollen unterstützt werden.